11. Anforderungen an Effizienzhausstandards


An die BEG-Effizienzhausstandards werden zwei Anforderungen gestellt:

Anforderung Nummer 1 an den „mittleren U-Wert“ H’T ist durch die Dämmung der Gebäudehülle und die Erneuerung der Fenster zu erfüllen.

Anforderung Nummer 2 an den Primärenergiebedarf QP wird durch die Nutzung erneuerbarer Energien, beispielsweise durch Einbau einer Heizung auf Basis erneuerbarer Energien erfüllt. Sowohl mit einer Biomasseanlage (z. B. Pelletheizung) als auch mit einer Wärmepumpe sind problemlos alle Effizienzhausstandards erreichbar, wenn man beabsichtigt, nicht nur die Heizung auszutauschen, sondern das gesamte Haus energetisch zu sanieren. Kombinationen sind ebenfalls möglich, auch mit einer solaren Warmwasserbereitung (und Heizungsunterstützung).

Mittels der Werte H’T und QP wird das Gebäude mit den geplanten U-Werten der wärmeabgebenden Gebäudehülle mit einem „Zwillingsgebäude“, dem sogenannten GEG-Referenzgebäude verglichen.

Effizienzhausstandard 85 entspräche hinsichtlich der Anforderung H’T des GEG-Referenzgebäudes und damit den gesetzlichen Mindestvorgaben des Neubaus.

Die technischen Anforderungen sowohl für die Effizienzhausstandards als auch für Einzelmaßnahmen (Dämmstärke, die sich in Abhängigkeit des gewählten Dämmstoffs für die einzelnen Hüllbauteile (Dach, oberste Geschossdecke, Außenwand, etc.) finden sich in der bei der KfW für das Programm 261 – BEG – Wohngebäude Kredit – herunterladbaren Anlage „Technische Mindestanforderungen“ . Vor Beauftragung der Handwerker bzw. Abschluss eines Handwerkervertrags muss der Förderantrag gestellt werden.

Voraussetzung für den Förderantrag gemäß BEG-WG ist die energetische Bilanzierung des geplanten KfW-Effizienzhausstandards durch einen Energieberater.

In der Liste förderfähiger Maßnahmen, die ebenfalls über den Eingangs angegebenen Link herunterladbar ist, finden sich nicht abschließend alle Maßnahmen, die im Zusammenhang sowohl mit den Einzelmaßnahmen als auch bei Komplettsanierung förderfähig sind, einschließlich der möglichen Fachplanungs-Leistungen, die durch den Energieberater förderfähig sind, die neben den Berechnungen des KfW-Effizienzhausstandards beispielsweise auch die Berechnungen zur Bemessung von Heizkörpern bzw. Fußbodenheizung umfassen. Die Liste gilt sowohl für Einzelmaßnahmen als auch für Komplettsanierungen in Bezug auf die einzelnen Hüllbauteile.

Nähere Informationen finden Sie auf den Seiten der KfW-Förderbank, wo Sie auch die einzelnen Anlagen und technischen Mindestanforderungen herunterladen können.


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